Ruben in Frankreich

Freitag, Januar 26, 2007

Geburtstag.

21. Januar 1984 – 21. Januar 2007. Man-o-man. 23 Jahre. Ich war bisher immer der Jüngste bzw. einer der Jüngsten. In der Schule, in der Ausbildung und dann wieder in der Schule. Nur hier ist irgendwas anders. Ich bin plötzlich alt. Muss man sich mit 23 alt fühlen, nur weil das Umfeld jünger geworden ist? Kommentare! Bitte.

Ich hatte dieses Jahr die Angst, dass ich zum ersten Mal meinen Geburtstag folgender Maßen feiere: Ich sitze (allein) in meinem Zimmer. Zum Mittag gehe ich essen und lasse nach dem Essen die Tradition über mich ergehen, die hier bei jedem Geburtstag stattfindet (siehe hier). Dann gehe ich wieder auf mein Zimmer. Und falls das Internet zufällig funktionieren sollte, chatte ich noch mit meiner Familie. Fertig.

Naja, ich hatte das Gefühl, dass dieses Jahr der Tag echt traurig werden würde. Doch…

ich entschied mich, mit Riccardo und Anja nach Lyon zu fahren und dort bei der frisch gebackenen Chef-Intendantin Katrin zu nächtigen und am darauf folgenden Tag in Lyon umher zu feiern. Und das hat geklappt. Es war keine Sauforgie oder so, vielleicht eher das Gegenteil. Es war entspannend, es war gemütlich. Ok, es gab in den frühen Morgenstunden einen Besuch im Irish Pub, in dem wir einen lustigen U2-Fan trafen, der sich mit mir auf Englisch über die Frage unterhielt, welche Band/Musikgruppe/Sänger (egal welcher Zeit und egal wie realistisch) ich mir für ein Konzert wünschte, hätte ich Unmengen an Geld und es wäre der letzte Tag meines Lebens, worauf ich, als er für sich laut über Pink Floyd nachdachte, entgegnete, dass das ganz bestimmt keine schlechte Wahl sei, was ihn zufrieden stimmte und mein diplomatisches Geschick hervortreten lies, da ich eigentlich der Meinung war, dass keine Band/Musikgruppe/Sänger (egal welcher Zeit und egal wie realistisch) unbedingt am letzten Abend meines Lebens auftreten müssten, dass ich mit dem Geld tolle andere Sachen machen könne, dass mich solche Fragen an meinem Geburtstag nur verwirrten und mich alt fühlen ließen und, nicht zuletzt, dass ich mich lieber weiter mit den anderen drei an meinem Tisch unterhielt, mit denen ich ja schließlich dorthin gegangen war. (Zum Glück habe ich diese eher unwichtige Begebenheit in einem Satz abgetan.) Doch es blieb bei einem Guinness, was auch reichte.

Ich bin verliebt!

In das Leben, das ich führen würde, wäre ich Zivi in Lyon, in „Henry 4“, dem Haus, mitten in der Stadt. Wahrlich und wirklich – gemütlich, tolle Leute, Studentinnen (und Studenten), Stadt-feeling, schon vom Gebäude aus, … ach, es tut schon weh, nur daran zu denken! Wir haben bei meinem zweiten Besuch in Lyon nicht wirklich viel gesehen, doch die Altstadt war dabei und die hat schon gereicht. Hmm…. seufz. Es wird nicht mein letzter Besuch dort gewesen sein. Ganz bestimmt nicht.

Das Foto von der Terrasse ist übrigens nicht von beschriebenem Haus, sondern vom Gebäude, welches es mindestens schon seit der Gründung von Chemin Neuf gibt und welches genau diese miterlebte. Oben auf dem Berg. Anstrengend, aber es lohnt sich, oder?!°




Fazit. Wahrlich, toll! Cooler Geburtstag. Und die angesprochene Tradition durchlebte ich sogar zweimal. Mit Kuchen und Gesang. Einmal in Lyon und dann nach meiner Rückkehr in Hautecombe. Grins.

1 Comments:

  • "Man wird nicht wirklich alt. Die anderen werden nur jünger" (Zitat unbekannt, bzw. vergessen;)
    Cheers,
    Josi

    By Anonymous Anonym, at 8:38 PM  

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