Ruben in Frankreich

Sonntag, März 18, 2007

Wunder. oder: Das Phänomen der Kraft des Kopfes.

Wenn man sechs von zehn Arbeitseinheiten pro Woche in der Küche verbringt, muss man sich darauf einlassen, auch gleichzeitig immer wieder die Gefühlsachterbahn zu besteigen – von Spaß über Langeweile hin zu Ekel und Erschrecken.

Spaß hat man grundsätzlich, wenn das Küchenteam stimmt. Wenn Aufgaben anstehen, die man eigentlich schon im Schlaf beherrscht, dann gibt es zwei Möglichkeiten: Langeweile oder Kreativität – wie ihr auf folgendem Bild sehen könnt!

Wenn man allerdings des Öfteren Konservendosen bekommt, die schon länger abgelaufen sind, als ich hier in Hautecombe bin, dann kommt es zum „Erschrecken“ und man hat nach und bei dem Verzehr wahrlich ein komisches Gefühl in der Magengegend. Das Gleiche gilt für länger abgelaufenes Fleisch und Fisch (und die anderen Sachen) und es verwundert immer wieder, dass es uns hier allen trotzdem so gut geht. Keine großartigen Krankheiten oder Ähnliches, was mit Lebensmitteln zu tun hat. Wunderbar. Spenden, die ankommen – und es klappt immer wieder!

Komische Gefühle, um den Kreis zu schließen, zu welchen vielleicht auch „Ekel“ gehören, gibt es dann, wenn das Essen noch ein Gesicht hat. Und an dem Tag, an welchem ich diesen Fisch hier zubereitete, hab ich für einen kurzen Moment die „Vegetarier aus Überzeugung“ verstanden. Kopflos? Kopflos.


 

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